#WirFürSie – Ausgabe 76

Ausgabe 76 / Oktober 2020

Liebe Mommenheimerinnen, liebe Mommenheimer,

Es ist nun ein halbes Jahr her, als Sie unsere letzte Ausgabe gelesen haben.
Im März ereilte eine Kraft unser Land, die wir seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr erlebt haben. Täglich erkrankten Tausende an einem bis dahin unbekannten Virus. Das tägliche Leben brach in weiten Bereichen ein. All das ist noch nicht vorbei, niemand weiß wirklich, wie es weiter geht. Man hat zwar aus den ersten Monaten gelernt, aber wie heftig weitere Wellen ausfallen, das kann man nur befürchten.

Wir hoffen, dass Sie gesund durch den Sommer gekommen sind und mit Zuversicht die kommende Zeit angehen.
Auch in der Gemeindeverwaltung lief alles anders. Viele Mitarbeiter der VG Rhein-Selz waren im 2-Wochenrhythmus im Homeoffice, Ausschusssitzungen und Gemeinderatssitzungen konnten zeitweise gar nicht stattfinden. Die nötigsten Entscheidungen wurden über Videositzungen beschlossen. Corona hatte somit auch zur Folge, dass sich einige Projekte schleppender entwickelten als geplant. In den letzten Gemeinderatssitzungen wurden wichtige Dinge beschlossen und über andere Projekte unterrichtet.

Das Neubaugebiet „Am Lazarienpfad“ …

… geht planerisch jetzt in die entscheidende Phase. Im Sommer erfolgte die 1. Offenlegung des Bebauungsplans. Bürger und Fachbehörden konnten ihre Anregungen und Bedenken einbringen. Wie erwartet gingen auch einige Hinweise ein, die inzwischen abgearbeitet und vom Gemeinderat abgewogen wurden. Leider gab es auch zwei Ablehnungen, die mit einem erheblichen Zusatzaufwand abgearbeitet werden mussten. Beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) ging es um die Anbindung der Zufahrtsstraße an die Gaustraße. Bei den Abwasserbehörden um einen Konflikt zwischen dem geplanten Regenwasserauffangbecken und einer vorhandenen aktiven Zisterne in der Nachbarschaft. Laut Aussage des Erschließungsträgers ist zu erwarten, dass in Kürze die Konflikte abgearbeitet sein werden. Dann könnte Anfang November die 2. Offenlegung erfolgen. Wenn es danach keine großen Probleme gibt, kann spätestens im Januar der Satzungsbeschluss erfolgen. Wir halten Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.

„Wohnen im Alter“ …

… dieses Projekt hatten wir Ihnen bereits vorgestellt. Auch hier stehen wir vor der 2. Offenlegung. Alle planerischen Arbeiten wurden erledigt. Parallel laufen gerade zwischen der Investorin, die die Anlage erbaut, und dem späteren Pflege- und Betreuungsbetreiber die Mietvertragsverhandlungen. Auch das dauert länger als geplant, weil alle Pflegedienstbetreiber momentan viel Zeit für das tägliche Geschäft benötigen. Die Kleingärten wurden zum 15.10.2020 gekündigt und befinden sich in der Räumungsphase. Ziel ist es, dass in diesem Winter die Bauvorbereitung erfolgt.

Spannung ist angesagt …

…. in der KITA- Vogelnest. Die Kinder warteten auf den Kran und den Bagger. Jeden Tag gab es Neues zu sehen. Denn seit den Sommerferien wird die KITA um zwei Gruppen erweitert. Inzwischen ist der Rohbau für die KITA- Räumlichkeiten beendet. Nach dem Rohbau des Gemeinderaums im Dachgeschoss kommen die Dachdecker; und bis Weihnachten sollen die Türen und Fenster eingesetzt sein.

Die „Barrierefreie Bushaltestelle“ …

…. ist seit einiger Zeit freigegeben. Damit wurde ein weiterer Schritt zur „Barrierefreien Gemeinde“ gegangen. Auch für 2021 sind bereits weitere Schritte geplant.

Die Dorfentwicklung …

… gibt uns zu denken. Immer mehr Menschen möchten in die Randlagen der Großstädte ziehen. Auf der einen Seite bieten die Großstädte die meisten Arbeitsplätze, auf der anderen Seite steigen die Mieten so stark an, dass sie einen Großteil des Einkommens schlucken. Aber auch in den Ortsgemeinden rund um die Ballungsgebiete wird Wohnraum knapp. Der Regionalplan zur Ausweisung von Baugebieten ist so unflexibel, dass es in den kommenden Jahren kaum weitere Bauplätze geben wird. Investoren suchen nun nach bebaubarer Fläche in den Dorfkernen. Dagegen haben wir im Grundsatz nichts, wenn der dörfliche Charakter erhalten bleibt und die Infrastruktur das zulässt. Mommenheim ist über 1.250 Jahre alt, die ältesten erhaltenen Gebäude sind aus dem 17. Jahrhundert. Die Straßen wurden wegen der großen Hitze in Rheinhessen traditionell schmal angelegt, der Platz reichte oft gerade, dass sich zwei Fuhrwerke begegnen konnten. Wir denken, dass wir mit der Situation leben wollen, und nicht alle Strukturen einreißen. Wir fühlen uns der Geschichte verpflichtet, ohne auf Strom, Heizung und Auto verzichten zu wollen.
Das führt zwangsweise zu Kompromissen. Besonders beim Verkehr müssen wir Rücksicht nehmen, denn es steht nur begrenzter Parkraum zur Verfügung. Wer im „alten Ort“ neuen Wohnraum schaffen will, kann das machen, aber nur, wenn die Parkplätze ausreichend vorhanden sind. Und, die neuen Gebäude sollen dorftypisch sein. Große Mehrfamilienhäuser gab es früher in den Dörfern nicht. Jeder, der im ungeplanten Dorfbereich Wohnraum schaffen möchte, soll wissen, was möglich ist. Deshalb beschloss der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung, einen Bebauungsplan über das gesamte ungeplante Dorfgebiet zu legen und veranlasste eine Veränderungssperre. Das bedeutet keinen Baustopp bis zur Rechtskraft des Bebauungsplans, verbietet aber unkontrollierte Baumaßnahmen. Wir werden natürlich laufend über die Entwicklung dieser Maßnahme unterrichten.

Der Weihnachtsmarkt ….

…. fällt in diesem Jahr leider aus. Bei dem gewohnten Andrang ist es organisatorisch nicht möglich, alle Abstands- und Hygienerichtlinien einzuhalten.

Für uns ist es wichtig, dass Sie gesund bleiben. Halten Sie bitte Abstand.

Alles spricht dafür:
V.i.S.d.P. Marcos M. Cabral, Rheinallee 1a-d, 55116 Mainz

CDU Mommenheim

(Bildrechte: Christiane Lang / cduplus.cdu.de)

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